Archiv für den Monat: März 2017

Darum ist Pep bei City unkündbar

München – Pep Guardiolas erste Saison bei Manchester City verläuft enttäuschend. Auch im Klub kommt Kritik auf. So oder so müssen die Engländer aber offenbar am Trainer festhalten.

Aus im Achtelfinale der Champions League, Platz drei in der Premier League, nur noch im FA Cup mit reellen Chancen auf einen Titel:

Pep Guardiola ist seinem Ruf als Erfolgscoach in seiner Premierensaison bei Manchester City bisher nicht gerecht geworden.

Statistisch gesehen stellt der katalanische Fußball-Lehrer noch kein „Upgrade“ zu seinem viel kritisierten Vorgänger Manuel Pellegrini dar.

Spielerisch haben sich die Citizens zwar weiterentwickelt, sind aber noch Welten von Guardiolas FC Barcelona oder FC Bayern entfernt – und das trotz Transferausgaben von 213 Millionen Euro.

Dennoch schenken ihm Hauptinvestor Mansour Bin Zayed Al Nahyan und Vorstandschef Khaldoon Al Mubarak weiter das vollste Vertrauen –

auch, weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt.

Kein Plan B

„So viel Zeit, Energie und Geld wurde in das Projekt Pep gesteckt, dass es im Falle seines Scheiterns überhaupt keinen Plan B gibt“, verdeutlicht ein City-Insider im Daily Mirror, wie abhängig die Skyblues nach nur neun Monaten von ihrem Star-Trainer sind.

Guardiola sei der mächtigste Teammanager auf der Insel. Noch mächtiger als Jose Mourinho bei Manchester United oder Arsene Wenger beim FC Arsenal. Ein Status, der Gefahren birgt.

„Ein Zugmittel für Peps Verpflichtung war, ihm die Chance zu geben, mit Leuten zusammenzuarbeiten, denen er vollkommen vertraut“, berichtet der Insider, „die Struktur des Projekts ist aber unter der Prämisse aufgebaut, dass er nicht scheitert“.

„Rückkehr ins Jahr null“

Was passiert also, wenn der langfristige Plan fehlschlägt und Guardiola die Engländer erfolglos verlässt? „Es wäre eine Rückkehr ins Jahr null“, befürchtet das anonyme Klub-Mitglied, „bevor die Scheichs da waren“.

Bin Zayed Al Nahyan und Al Mubarak hatten den jahrelangen Mittelklasse-Verein City 2009 übernommen und seitdem allein knapp eine Milliarde Euro für neue Stars ausgegeben.

So viel Befehlsgewalt wie Guardiola gewährten die Geldgeber noch keinem Trainer. Der 46-Jährige hat – egal ob bei Transfers oder Vertragsangelegenheiten – das allerletzte Wort.

Überall Vertraute

Kaum verwunderlich, schließlich sind mit Geschäftsführer Ferran Soriano und Sportdirektor Txiki Begiristain zwei seiner langjährigen Vertrauten aus Barcelona für die sportlichen Belange der Citizens verantwortlich.

Sogar beim Umgang mit verletzten Spielern mischt Guardiola fleißig mit. Neben seinem Trainerteam kamen in Dr. Eduardo Mauri auch ein neuer Team-Arzt und in Silvia Tremeloda eine neue Ernährungsberaterin.

Stars wie Kevin De Bruyne, Gabriel Jesus oder Vincent Kompany mussten zeitweise sogar nach Barcelona fliegen, um sich dort bei Dr. Ramon Cugat, einem externen Orthopäden und Barca-Vertrauensarzt, behandeln zu lassen.

Zweites Barca?

Diese Maßnahmen rufen Erinnerungen an Guardiolas Zeit bei Bayern wach, als Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Übungsleiter hinwarf.ers oder Vertragsangelegenheiten – das allerletzte Wort.

„Er muss sich unter all den Katalanen wohl fühlen. Man hat das Gefühl, er will einfach nur Barcelona nach Manchester bringen“, klagt der Insider, „das Trainingsgelände wäre über Nacht komplett leer gefegt, würde Pep den Klub verlassen“.

Genau deshalb ist Guardiola bei City unkündbar.

 

markiert ,

Chelsea siegt durch spätes Tor

Chelsea’s English defender Gary Cahill (C) celebrates after scoring their second goal during the English Premier League football match between Stoke City and Chelsea at the Bet365 Stadium in Stoke-on-Trent, central England on March 18, 2017. / AFP PHOTO / Oli SCARFF / RESTRICTED TO EDITORIAL USE. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or ‚live‘ services. Online in-match use limited to 75 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications. /

Der FC Chelsea ist nicht zu stoppen. Dank eines späten Treffers von Gary Cahill gewann der Tabellenführer der Premier League bei Stoke City. Auch Leicester und Everton feierten Siege.

Stoke City – FC Chelsea 1:2 (1:1)

Lange sah es so aus, als sollte Chelsea im Auswärtsspiel in Stoke nicht über ein Unentschieden hinauskommen. Willian hatte die Blues mit einem direkt verwandelten Freistoß zwar früh in Führung gebracht (13. Minute). Doch Jonathan Walters traf per Foulelfmeter zum Ausgleich (38.). Zuvor war Walters im Strafraum von Gary Cahill gefoult worden.

Cahill war es dann aber auch, der dem Tabellenführer durch einen Treffer kurz vor Schluss doch noch den Sieg sicherte. David Luiz war nach einer Freistoßflanke von Cesc Fàbregas zum Kopfball gekommen. Den Versuch des Brasilianers blockte die Stoke-Abwehr genau vor die Füße von Cahill, der aus vier Metern abstaubte (87.). In der Nachspielzeit wurde Stokes Phil Bardsley mit Gelb-Rot vom Platz gestellt (90.+5).

Durch den Sieg baut Chelsea die Tabellenführung vorerst auf 13 Punkte aus. Tottenham (gegen Southampton) und Manchester City (gegen Liverpool) können am Sonntag aber wieder nachlegen.

West Ham United – Leicester City 2:3 (1:3)

Meister Leicester City eilt unter dem neuen Trainer Craig Shakespeare weiter von Sieg zu Sieg. Auf den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale folgte in der Premier League ein 3:2-Erfolg bei West Ham United. Riyad Mahrez (5.) und Robert Huth (7.) brachten die Foxes früh 2:0 in Führung. Nach dem Anschlusstreffer von Manuel Lanzini (20.) stellte Jamie Vardy den Zwei-Tore-Abstand noch vor der Pause wieder her (38.).

In der zweiten Halbzeit drängte West Ham auf den Ausgleich, kam aber nur noch zu einem weiteren Tor durch André Ayew (63.). Für Leicester war es der vierte Pflichtspielsieg in Folge. Durch den Zwischenspurt haben die Foxes sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und zudem ein Spiel weniger absolviert als der Tabellen-18. Hull City.

FC Everton – Hull City 4:0 (1:0)

Der FC Everton feierte gegen Abstiegskandidat Hull einen ungefährdeten Heimsieg. Dominic Calvert-Lewin (9.) und Enner Valencia (78.) brachten die Toffies auf die Siegerstraße. Romelu Lukaku, der unter der Woche eine Vertragsverlängerung abgelehnt hatte, sorgte mit einem Doppelpack in der Nachspielzeit für den 4:0-Endstand (90.+1, 90.+4).

Durch den Sieg schließt Everton nach Punkten zum Tabellenfünften Arsenal auf. Die Gunners hatten zuvor bereits 1:3 bei West Bromwich Albion verloren, haben aber zwei Spiele weniger bestritten als die Toffies. Manchester United, das noch eine Partie weniger absolviert hat, kann durch einen Sieg am Sonntag in Middlesbrough an Arsenal und Everton vorbeiziehen.

markiert ,